DJ Controller Test – Tracks mixen und das Publikum begeistern

DJ ControllerEgal ob auf einer Geburtstagsparty, Hochzeit oder professionell in einem Club – wer sich als DJ betätigen will, der braucht einen DJ Controller, um eigene Songs zu mischen und dem Publikum zu präsentieren.

Disc-Jockey, kurz DJ, ist sogar ein anerkannter Ausbildungsberuf und das schon seit vielen Jahrzehnten. Während der DJ früher ganz klassisch Schallplatten aufgelegt hat, geht der Trend zum Mixen von digitaler Musik. Die richtige Ausstattung ist dabei natürlich das A und O.

Und da nicht jeder DJ seine Brötchen mit dem Auflegen von Musik verdient, sind besonders günstige Einsteigermodelle sehr beliebt. Mit diesen können auch Hobby-DJs und Anfänger das Handwerk schnell erlernen. Die Ansprüche an einen geeigneten DJ Controller sind daher sehr unterschiedlich. Die Möglichkeiten an Effekten, Funktionen und Anschlussmöglichkeiten sind fast unerschöpflich. Wie findet man dennoch den für sich am besten geeigneten Controller?

Wichtige Funktionen

Jeder DJ Controller ist anders und gerade bei günstigen Modellen sollte man sich ausführlich über den Funktionsumfang informieren. Auch wenn sich bei den meisten Geräten ein gewisser Standard durchgesetzt hat, kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Gerät über die folgenden Funktionen verfügt:

Jogwheels: Dies sind meist runde Bedienelemente, welche neben dem Beschleunigen und Verlangsamen von Tracks auch dem Scratchen von Musikstücken dienen. Wer beim Mixen gern scratcht, der sollte darauf achten, dass der DJ Controller über große, berührungsempfindliche Jogwheels verfügt.

Crossfader: Fader sind nur ein Beispiel für die zahlreichen Regler, Schalter und Tasten eines DJ Controllers. Sie dienen dazu, einen Song langsam auszublenden, während der nächste Track eingeblendet wird. Typisch sind hierfür Schieberegler. Diese sollten leichtgängig sein, aber nicht zu empfindlich reagieren.Mischpult

Anschlüsse: Die Stereoeingänge und –ausgänge haben einen entscheidenden Einfluss darauf, was man mit einem DJ Controller alles anstellen kann. Vielen DJs ist beispielsweise ein separater Kopfhörerausgang sehr wichtig, mit dem man den nächsten Track vorhören kann.

Für Ansagen und um das Publikum während der Songs anzuheizen ist ein Mikrofoneingang mit Talkover-Funktion notwendig. Und wer die MP3-Sammlung des eigenen Laptops mit CDs oder Schallplatten ergänzen will, der muss auf eine Anschlussmöglichkeit für externe Audioquellen, wie z. B. Turntables oder CD-Player achten.

Beleuchtung: Viele Partys finden im Halbdunkeln bzw. bei Dämmerlicht statt. Schlecht ist es dann, wenn man die Tasten des Mixers nicht mehr erkennt oder auseinanderhalten kann. Für Abhilfe sorgen beleuchtete Pads und Schalter. So kann man sich auch im Dunkeln sicher sein, dass man im richtigen Moment den Bass regelt und nicht die Lautstärke plötzlich lauter oder leiser macht.

Neben den hier aufgelisteten Funktionen gibt es eine Vielzahl an Schaltern und Reglern, die fürs Auflegen wichtig sind. Wer auf bestimmte Effekte beim Mixen von Tracks besonders Wert legt, sollte vor dem Kauf sicherstellen, dass der DJ Controller über diese Funktionen verfügt.

Manche Mischpulte verfügen zudem über hilfreiche Zusatzfunktionen, welche die Arbeit erleichtern, z. B. ein grafisches Anwenderinterface, welches den Ausgangspegel optisch anzeigt. Damit kann man sich auch bei einer sehr lauten Umgebung immer sicher sein, dass die abgespielte Musik nicht zu laut oder zu leise ist. Wer nicht nur akustisch, sondern auch optisch Höhepunkte setzen möchte, der sollte sich über Geräte mit berührungsloser Bedienung informieren. Bei diesen sog. Air-Control-Controllern werden Lautstärke und Effekte über Infrarotsensoren bedient. Somit wirkt es praktisch wie Magie, wenn man mit der ausgestreckten Hand über die Bedienelemente geht und diese völlig ohne Berührung reagieren.

Material und Zubehör

Die Verarbeitung, das verwendete Material und das Zubehör tragen entscheidend zum Preis-Leistungs-Verhältnis bei. Während günstige Modelle oft aus Kunststoff gefertigt sind, verfügen Geräte der mittleren und oberen Preisklasse über robuste Gehäuse aus Stahl oder gebürstetem Aluminium. Manche Geräte kombinieren auch ein Metallgehäuse mit hochwertigen Kunststoffreglern in Metall-Optik.

Das verwendete Material hat meist nicht nur einen Einfluss auf die Stabilität, sondern auch auf das Gewicht des Controllers. Der Vorteil von leichten und kompakten Mischpulten ist, dass sie sich einfach transportieren und zum Teil sogar im Rucksack oder der Handtasche verstauen lassen. Robuste und etwas schwerere Geräte haben den Vorteil, dass sie nicht so schnell kaputt gehen und auch einer intensiven Beanspruchung jederzeit standhalten.

DJ im EinsatzAuch beim Zubehör gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern. Häufig umfasst das Angebot nicht nur den DJ Pult selbst, sondern auch weiteres notwendiges DJ Equipment, wie z. B. ein USB-Kabel, Netzteil und sehr häufig sogar das passende DJ-Programm für PC oder Mac. Manchmal gehört zur DJ Ausrüstung sogar eine Transporttasche und eine integrierte Soundkarte dazu.

Das DJ-Programm bzw. die richtige Software entscheidet häufig darüber, ob ein DJ Controller von den Käufern als „Top“ oder „Flop“ bewertet wird. Schließlich werden viele Effekte, Loops und sonstige Funktionen heutzutage vor allem über die Software gesteuert. Berücksichtigen sollte man dabei, dass es sich bei den meisten mitgelieferten Software-Paketen nicht um Vollversionen handelt.

Wer also erfolgreich auflegen möchte, sollte sich in der Regel zusätzlich eine professionelle Software kaufen. Für Einsteiger und Hobby-DJs sind die mitgelieferten Versionen hingegen meist völlig ausreichend. Wer sich zusätzlich eine Software kauft, muss jedoch darauf achten, dass das Gerät diese auch unterstützt. Bei den meisten MIDI-Controllern kann man davon ausgehen, dass sie die Vollversionen, z. B. von Virtual DJ oder Traktor, unterstützen.

Was man sonst beim Kauf eines DJ Controllers beachten sollte

Wer DJ werden will und bisher über wenig Erfahrung verfügt, der sollte ein einsteigerfreundliches Modell mit übersichtlichen Funktionen und einfacher Bedienung wählen. In diesem Fall sind die Grundfunktionen und die mitgelieferte Software in der Regel ausreichend. Modelle für Anfänger gibt es bereits ab 30 €.

Erfahrene und fortgeschrittene DJs sollten etwas tiefer in die Tasche greifen, um die geeignete Software und die gewünschten Funktionen und Effekte zu erhalten. Zahlreiche DJ Controller der mittleren Preisklasse bieten ein sehr gutes Verhältnis aus Preis und Leistung. Da es eher schwer ist, die Geräte im Fachgeschäft unter realistischen Bedingungen zu testen, muss man sich hier vor allem auf Erfahrungsberichte anderer Nutzer im Internet verlassen.

DJ mit MischpultWenn man die Chance hat ein Gerät vorher auszuprobieren, vielleicht sogar bei Bekannten oder Freunden, sollte man sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. Zudem darf man gerade als Einsteiger oder Hobby-DJ das bekannte Sprichwort „Übung macht den Meister“ nicht vergessen.

Egal wie gut der DJ Controller tatsächlich ist, zum Mixen und Auflegen gehört vor allem Erfahrung und Übung. Nicht umsonst handelt es sich, wie anfangs erwähnt, sogar um einen Ausbildungsberuf. Man sollte also nicht erwarten, dass das Mischpult die gesamte Arbeit übernimmt.

Egal für welchen DJ Controller man sich letztendlich entscheidet, die Bedienung sollte intuitiv und einfach sein und vor allem Spaß machen – denn dann lassen sich Arbeit und Hobby perfekt miteinander verbinden und das Publikum wird begeistert sein.